Vorteile der Obst und Kräutervielfalt

Streuobstwiesen bieten eine große Vielfalt an Obstarten und Sortenvielfalt der  jeweiligen Arten. Sie sind sehr vielfältig und Form, Farbe, Geschmack, Boden, Klima und Lichtansprüchen, Blühzeitpunkt, Reifezeit, Lagerfähigkeit, Verarbeitungsmöglichkeiten und vielen weiteren Aspekten. Diese Vielfalt ermöglicht eine Obsternte von Juli bis Dezember und Dank Lagerung eine Versorgung fast über das gesamte Jahr. Auch die Tiere sind über dieses ganzjährige Angebot sehr Dankbar. (Link zu Apfelsorten)

Aber es geht ja nicht nur um eine ganzjährige Versorgung. Die Sortenvielfalt ermöglicht es allen nach ihrem Geschmack auszuwählen.

Eine Besonderheit von Streuobstsorten ist ihre Verträgtlichkeit für Apfelallergiker. Die Sortenvielfalt ermöglicht es Allergikern eine Sorte auszuwählen, die keine allergische Reaktion auslöst. Dabei ist es so, dass marktgängige Sorten von Ihrer Zusammensetzung (weniger Polyphenole,) oft allergische Reaktionen hervorrufen. Sie haben im Vergleich zu alten Sorten einen deutlich geringeren Anteil an Polyphenolen, die den Apfel allgemein verträglicher machen, aber auch braun werden lassen. Da auf Streuobstwiesen zumeist alte Sorten wachsen sind Äpfel von Streuobstwiesen mehrheitlich für Apfelallergiker geeignet. Das hängt natürlich auch vom Ausmaß der Allergie ab. Aber auch die Anbaumethode hat einen Einfluss. Teilweise ist ein und die selbst Sorte von Streuobstanbau verträglich, während sie aus Niederstammplantagen zu allergischen Reaktionen führt. (Link zu Allergiker-Infos)

Auch der auf Streuobstwiesen unübliche Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Pestiziden oder Kunstdüngern, kann Grund für unterschiedliche Allergien und Unverträglichkeiten sein. Auf unseren Streuobstwiesen sowie während der Lagerung brauchen wir keines dieser Mittel. Mehr dazu hier: Zum Spezialtext: Hermann Kley, einer der Gründer der Streuobst-Solawi, genau wie seine Freundin konnten nie Äpfel essen ohne dass es im Hals juckte, die Lippe Dick wurde, oder sie zu niesen begannen. Auch wenn diese Symtome noch vergleichsweise harmlose sind, verleidete es beiden den genuss von Äpfeln.

Dank angepasster robuste Sorten kann im Streuobstanbau auf Pestiziteinsatz und Mineralische und sogar die aufwändige Bewässerung verzichtet werden. Das große tief reichende Wurzelwerk der Streuobstbäume, die Auswahl geeigneter Sorten, Risikostreuung durch Sortenvielfalt sowie die Nutzung als Tafel und Wirtschaftsobst ermöglicht es auf Bewässerung, Pestizide, mineralische Dünger zu verzichten. Erst so wird die Streuobstwiese zu einem wertvollen unbelasteten Naturraum. Zudem spart es nebenbei einen enormen Aufwand.

Die Sortenvielfalt umfasst auch Sorten mit einer natürlichen Lagerfähigkeit, deren Lagerung ohne die sonst übliche Lagerspritzungen bis April und Länger möglich ist. Eine Frischobstpause hilft dabei sich immer wieder aufs Neue auf die Ernte zu freuen. Außerdem gibt es in Obstarmen Zeit ausreichend andere Lebensmittel, Wildkräuter, Dörrobst, Holunderblütensirup und weitere Verarbeitete Produkte wie Marmelade, Saft oder Mus. Sich auf diese jahreszeitlichen Schwankungen einzustellen ist Teil der regionalen, saisonalen Ernährungskultur, die wir gemeinsam wiederentdecken möchten. (Link zu Apfelsorten)

Um diese jahreszeitlichen Unterschiede hautnah mitzuerleben, gibt es verschiedene Möglichkeiten teilzunehmen. Die Möglichkeiten erfährst du hier. (Link zu Zielseite, Prosument werden und/oder Produkte erwerben)